Biografie von Paulis Urdze

21. November 1920 Geboren in Gaudaici, Litauen, unweit von Naujoje Akmene, als drittes Kind. Schwester Lucija und Bruder Jazeps. Die Eltern bewirtschaften einen Bauernhof. Besuch lettischer Schulen.
1939 Abitur im evangelischen Gymnasiun in Riga. Sein Bruder wirkt schon als Pastor in Litauen. Hauptsächlich beeinflußt durch die gläubige Mutter beginnt Paulis das Theologie Studium in Riga. Nach zwei Semestern wird die Fakultät von der sowjetischen Besatzungsmacht geschlossen.
März 1941 Zusammen mit der Familie Auswanderung nach Deutschland.
Ende 1941 Stettin - Anlernung zum Drehergehilfen. In Pommern Tod der Mutter..
1942 – 1945 Soldat in der Deutschen Wehrmacht. Teilnahme am Kriegsgeschehen in der Ukraine, Pommern, Tschechoslowakei, Nach der Kapitulation in amerikanischer Gefangenschaft. Nach der Entlassung trifft er unerwartet seine Familie in Schleswig-Hostein wieder.
1945 Theologiestudium in Kiel. Ist aber auch an vielen Nebenprojekten beteiligt.
1947 Einer der Mitbegründer und Mitarbeiter des Baltischen Christlichen Studentenbundes BCSB.
1948 Teilnahme in Amsterdam am “Assembly of the World Council of Churches” als Vertreter des BCSB.
1950 Umsiedlung nach Bonn.
Februar 1955 Abschluß des Studiums.
August 1955 Einführung in die lettische Geimeinde in Oldenburg und Betreuung der Letten in Niedersachsen: Diepholz, Hannover, Goslar, Oerrel, Salzgitter, Osnabrück.
Sommer 1955 Die ersten internationalen Jugend “Workcamps” zur Besserung des Lagerlebens für die Letten.
4. November 1956 Ordination in Esslingen durch Erzbischof T. Grinberg.
1957 Auf seine Initiative hin werden die Selbsthilfe Werkstätten gegründet. Später arbeiten dort auch Personen mit Behinderungen aus der deutschen Umgebung. Auch ein Wohnheim wird gebaut. Paulis war bis zu seinem Tod Mitglied im Vortstand.
23. April 1957 Heirat mit Gita Bekeris.
1960 Bau von Neubauten mit Unterstützung hauptsächlich von niederländischer Seite, Aktion “Het Ontheemde Kind”. Königin Juliana nimmt Teil an einem Vortrag von Paulis.
Geburt seines Sohnes Martin.
1962 Die Neubauten sind fertig, das Barackenlager aufgelöst.
1963 Einweihung des Kindergartens und Grundsteinlegeng des Kulturzentrums. Mit Hilfe von den Niederlanden “Do Open” ermöglichter Bau des Zentrums.
5. Mai 1964 Einweihung des Lettischen Jugend- und Kulturzentrums, Räume für Gottesdienste, Versammlungen und Übernachtungen als Ort der Begegnung. Mit holländischer Hilfe initiert er in der Rennplatzsiedlung eines der ersten Gemeinwesenarbeitsprojekte in Deutschland.
1964 - 1970Geburt seiner Kinder Peteris, Tabita und Toms.
1975 - 1984 Teilnahme an christlichen Gemeindetagen in den USA und Kanada Bibelarbeiten, Vorträge.
1981 Organsation der ersten christlichen Gemeindetage in Deutschland – Bonn, Haus Annaberg.
bis 1985 Teilnahme mit Ansprachen an christlichen Radiosendungen nach Lettland Christus lebt” ausgestrahlt von Radio Monte Carlo.
12. Juli 1982 Sein Sohn Peteris stirbt bei einem Verkehrunfall in England.
14. Juli 1985 Nach kurzer Krankheit stirbt Paulis Urdze.

Paulis Urdze ist Autor vieler Betrachtungen über die Situation von Flüchtlingen und christlicher Vorträge in lettischer Sprache als auch in deutscher Sprache.

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